Kein Blockbuster zur Primetime!

Kein Blockbuster zur Primetime!

Es war eine ungewöhnliche Situation, die uns am Ostersamstag erwartete. Während die ersten Bundesligisten schon spielten, trafen wir uns gerade erst zur Abfahrt. So kam es auch dazu, dass sich die meisten Meilenwölfe weit vorm Zeitplan am Treffpunkt eingefunden haben und wir pünktlich unsere Reise antreten konnten. Ein seltenes Ereignis.  Die Fahrt verlief weitgehend reibungslos und wir konnten schon knapp zwei Stunden vor Spielbeginn unsere Fahrzeuge unweit des Stadions abstellen. Das bescheidene Wetter ließ uns noch eine Weile an den Bullis verweilen, bis wir uns zum gemeinsamen Aufbruch entschieden. Am Stadion angekommen trennte sich die Gruppe. Während die einen unbedingt das Flair des leeren Olympiastadions genießen wollten, warteten die anderen auf einen verspäteten Bahn-Meilenwolf. Nachdem wir ihm seine Eintrittskarte übergeben hatten, konnte die Reise ins Innere der Betonschüssel beginnen. Zwei überflüssige Personenkontrollen später fanden wir uns im Gästeblock wieder. Dieser bot aufgrund seiner Größe Platz für eine großflächige Protestaktion gegen die unnötige Spielansetzung am Samstagabend um 20:30 Uhr. So war auf der linken Seite in riesigen Lettern der Spruch „SCHICHT IST PFLICHT – AUTOSCHRAUBER GEGEN ABENDSPIELE! – PRO SAMSTAG 15:30“, auf der rechten Seite versammelten sich die Fans, die sich vom Termin nicht abschrecken lassen haben. Ein sinnvoller Protest, da die Spieltagszerstückelung immer wildere Blüten treibt und die Abstimmung mit den Füßen zeigte eindrucksvoll, dass Bundesliga am Abend keine Freunde hat. Das Stadion blieb halb leer! Die erste Halbzeit bot dann mal wieder fußballerische Magerkost von beiden Seiten. Jeweils ein Pfostentreffer jeder Mannschaft waren da schon das Höchste der Gefühle. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden dann einige Osterfeuer gezündet, wodurch die Sicht im Stadion etwas eingeschränkt und das Spiel kurzzeitig unterbrochen wurde.  Wirklich verpasst hat man vor und nach der Unterbrechung nichts. Eine Halbchance von Dimata war die einzige Torannäherung des VfL im zweiten Durchgang. Schwer zu glauben, aber die zweite Hälfte war spielerisch noch schwächer als die Erste. Insgesamt war es mal wieder ein deprimierender Auftritt der Mannschaft, wobei man ihr zumindest die Grundtugenden nicht absprechen kann, aber um Spiele zu gewinnen muss deutlich mehr kommen.  Einzig die Tatsache, dass die schlechter platzierten Mannschaften ebenso so wenig punkten, lässt uns auf die Rettung hoffen. Die Rückfahrt verlief dann genauso unspektakulär wie die Hinfahrt und wir erreichten gegen 1:30 Uhr die Heimat. PRO SAMSTAG 15:30 Uhr!

 

Meilen: 276

Saison gesamt: 7564