TSG Hoffenheim

TSG Hoffenheim

Anlässlich des Auswärtsspiels bei der TSG Hoffenheim
kommt ihr in den seltenen Genuss gleich 2 Berichte über die Auswärtsfahrt lesen zu dürfen 😀

BERICHT NR. 1:

Es rappelt im Karton…
Dieser Satz sollte sich im Laufe des Tages als unser Motto herausstellen.
So trafen sich zu früher Stunde unentwegte Meilenwölfe, um in den grauen Bundesliga-Alltag zurückzukehren. Während am Dienstag noch der geschichtsträchtige, aber glanzlose Sieg unseres VfLs in der Champions League bejubelt wurde, ging es nun also nach Sinsheim, wo die TSG Hoffenheim seine Heimspiele austrägt. Das war ein wirklicher Kontrast.
Einige Mitglieder waren zwar müde, aber doch motiviert am Treffpunkt erschienen, schließlich ging es darum, dass wir auch in der nächsten Saison diese magischen Nächte erleben wollen.
In die Vorfreude mischte sich allerdings auch eine gehörige Portion Skepsis. Zu oft wurden wir in dieser Saison in den Auswärtsspielen schon enttäuscht. Großen Worten folgten oft genug winzig kleine Taten und gerade ein Spiel gegen den Tabellenvorletzten bot sich dafür wieder an.
Genug der Vorrede.
Um 08:08 Uhr ging es von Fallersleben in Richtung Süden. Nachdem unser Mädchen für alles für Musik und Navigation gesorgt hatte, konnte die Reise losgehen. Zwar diesmal nur mit einem Fahrzeug, aber dafür restlos ausgebucht. Ein Mitglied aus dem nahen Harz sollte während der Fahrt aufgegabelt werden, was zu den ersten Problemen führen sollte.
Da die anvisierte Ausfahrt ohne Hinweis wegen Bauarbeiten gesperrt war, mussten wir den Rasthof erstmal rechts liegen lassen.
Witzeleien, die Person dort stehen zu lassen, wurden vom Fahrer großzügig ignoriert und so konnten wir nach kurzem Umweg unser vermisstes Mitglied endlich willkommen heißen.
Nach kurzer Frühstückspause und anschließender längerer Raucherpause konnte es weitergehen.
Es sollte nicht die letzte Pause gewesen sein. Bis zur Ankunft in Sinsheim stoppten wir insgesamt 6 Mal, wobei sich der Rhythmus von stündlich auf halbstündlich verkürzte, je näher wir dem Ziel entgegenkamen. Man muss sich schon fragen, warum die jungen Herren trinken wollen wie die Großen, wenn sie doch nur eine Kleinmädchenblase haben?
Aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch, schließlich konnte man die Pausen auch dafür verwenden Proviant nachzufüllen, sich die Beine zu vertreten, oder einfach mal ein kleines Tänzchen zu wagen. Kann man mal machen. Schließlich kam aus den Boxen unseres Fahrzeugs immer gute Musik. Es rappelt in der Kiste…
Etwas abseits der allgemeinen Musikrichtung sorgte ein Ausflug in unsere Kindheit für besondere Freude, als die Titelmelodien der Serien „Käpt’n Balu und seine tollkühne Crew“ und „Gummibärenbande“ gespielt wurden. Ins uns allen steckt doch immer noch ein Kind.
Rechtzeitig gegen 14:20 Uhr erreichten wir das Stadion. Eine Polizeieskorte zeigte uns den Weg zum Gästeparkplatz. Dort angekommen teilte sich die Gruppe. Während Einige den schnellen Weg ins Stadion bevorzugten, genossen die Anderen noch die Musik und die mitgebrachten Getränke vorm Gästeblock. Zum Spiel lässt sich nicht viel sagen:
15:30 Uhr Anpfiff, 17:23 Uhr Abpfiff.
Dazwischen liegt ein typisches VfL-Auswärtsspiel. Nach drei Minuten war das Spiel bereits entschieden als der Ball in der Kiste rappelte, weil unsere Abwehr zu schläfrig agierte und sich die Offensive einfallslos den Ball hin und her schob.
Unsere Spieler wirkten so beweglich als würden sie mit Betonschuhen auf dem Platz stehen und die Pässe waren so präzise, dass man vermuten konnte, sie hätten ihre Kontaktlinsen vergessen. Das war nichts!
Ähnlich deprimierend wie das Spiel war allerdings auch die Zahl der Auswärtsfahrer. Da ist noch viel Luft nach oben und jeder sollte sich mal hinterfragen, ob er den Verein nicht mal etwas mehr unterstützen möchte. Vielleicht wäre dann auch unsere Auswärtsbilanz etwas besser.
Stimmungstechnisch war es zumindest abwechslungsreich. So stimmte jeder mal etwas an und am Ende hatten wir quasi das gesamte Liederbuch durchgesungen. Irgendwie musste man sich ja die Zeit vertreiben.
Nach dem Spiel ging es schnell zurück zum Fahrzeug und es wurde noch ein Erinnerungsfoto geschossen. Bis wir endlich den Parkplatz verlassen konnten dauerte es eine Weile und auch auf der Autobahn angekommen ging es noch nicht zügig voran.
Aufgrund eines Unfalls ging es vorerst nur schleppend voran. Auf der A5 angekommen war die Bahn für uns frei.
Am Rande der A5 erblickte dann die erste Reihe unseres Autos ein Riesenrad. Und als auch nach mehrmaliger Nachfrage kein Widerspruch von den hinteren Plätzen kam, wollten wir dem Mathaisenmarkt in Schriesheim, einem der größten Weinfeste, einen Besuch abstatten.
Nach der Abfahrt meldeten sich dann doch noch die „Kulturbanausen“ auf den billigen Plätzen und es blieb bei einer kurzen Ortsdurchfahrt.
Zurück auf der A5 schafften wir viele Meilen mit einer kleinen Pause und einer größeren Pause zum Essen und Tanken. Während der Rast erfand ein Mitglied eine neue Kreation eines delikaten Klassikers. Aus McFlurry wurde McPfeffi. Sehr schmackhaft und vielleicht bald auch im Fastfood-Restaurant in unserer Nähe?
Gegen 22 Uhr verließ uns unser erstes Mitglied und entschwand in die Nacht. Um 23 Uhr ging die Reise auch für den Rest zu Ende und wir trennten uns ohne weitere Pläne für den Abend. Mal wieder war eine spaßige Auswärtsfahrt mit einem negativen Ergebnis zu Ende gegangen. Wie viel besser die Stimmung nach einem Sieg gewesen wäre, steht aber in den Sternen.

BERICHT NR. 2:

Hoffenheim.. vielleicht nicht der attraktivste Gegner, aber durchaus machbar und möglich, 3 wichtige Punkte für die internationalen Plätze zu entführen. So machte sich ein fast voll besetzter Bulli pünktlich um 8 Uhr aus Fallersleben auf den Weg Richtung Süden. Zunächst war eine Raststätte am Harz das Ziel, die beim zweiten Anlauf dann auch erreicht wurde und somit durfte ein weiteres Mitglied den leeren Platz auffüllen.
Nach einer ausgiebigen Raucherpause ging es dann gemütlich weiter, denn „man brauchte ja nicht unnötig früh schon am Stadion sein“. Somit blieb immerhin mehr Zeit, die CDs rauf und runter zu hören und die Stimmung zu steigern. Allerdings kam auch des Öfteren die Bitte, einen kleinen Zwischenstopp einzulegen, um die Blase zu entleeren.
Die Wirsol Rhein-Neckar-Arena wurde gegen 14:30 erreicht und wir wurden von einem Polizisten zum Parkplatz geführt. Ein Teil nahm auch dort nochmal Kaltgetränke zu sich, der andere Teil machte sich schonmal auf den Weg ins Stadion. Als wir im Gästeblock ankamen war leider – es war ja eigentlich zu erwarten – noch viel Platz. Nachdem unser Banner als Einziges unten am Zaun befestigt wurde, gesellten wir uns zu den anderen grün-weißen Anhängern. Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, da es wenig Höhepunkte gab und der VfL sich sehr schwer tat Bälle auf das gegnerische Tor zu bringen. Die Gegner schafften es bereits in der 3. Minute das Runde im Eckigen zu versenken. Die Stimmung im Gästeblock war ebenfalls nicht so berauschend und so machten wir mehr oder weniger Erfahrungen als Vorsänger und stimmten mehrfach Liedgut an. Erst in der Nachspielzeit drehte der VfL nochmal auf, doch ohne Erfolg. Wir hatten noch Glück, dass Casteels – wie auch Benaglio – ein Elferkiller zu sein scheint und er somit sein unglückliches Foul wettmachen konnte.
Nachdem die Mannschaft in der Kurve war, verließen wir das Stadion und machten vorm Bulli noch das Gruppenfoto, wobei es der „Fotograf“ sehr gut mit unserer Bilderauswahl meinte. Die Rückfahrt verlief soweit ohne Komplikationen, jedoch wurde zwischendurch vermutet, dass der Fahrer von der Route abgekommen war. Allerdings hatte die erste Reihe einen Rummel entdeckt und spontan entschlossen dort einen Stopp einzulegen. Da vom restlichen Bulli kein Protest kam, wurde die nächste Autobahnabfahrt Richtung Riesenrad genommen. Doch plötzlich stieß das Vorhaben doch auf Gegenwehr und so wurde aus dem Rummelbesuch nur eine Durchfahrt des Ortes bis man wieder auf die Autobahn gelangte. Die restliche Fahrt verlief ohne besondere Vorkommnisse, die Raststätte am Harz wurde direkt angesteuert und gegen 23 Uhr wurde Wolfsburg dann wieder erreicht. Leider ohne Auswärtausbeute, aber mit der Erkenntnis, dass ein McFlurry gemischt mit Pfeffi durchaus schmackhaft ist.

Meilen: 275 Saison gesamt: 12907