2. Runde des DFB-Pokals beim 1.FC Heidenheim

2. Runde des DFB-Pokals beim 1.FC Heidenheim

Fußball kann eine launische Angelegenheit sein!
Diese nicht ganz neue „Weisheit“ macht es aber für uns umso spannender. Nirgends wechseln sich Erfolg und Misserfolg derart schnell ab. Ein besonderes Beispiel dafür: Unser VfL!
Im Frühjahr fuhren wir noch voller Vorfreude mit einem Reisebus ins belgische Gent zum Champions-League-Spiel. Ein Highlight für viele von uns.
Nun, gerade mal acht Monate später, ist die Situation deutlich düsterer. Der Erfolgstrainer musste gehen, den Spielern fehlt jeglicher Kampfgeist und unter den Fans herrschte auch schon mal bessere Stimmung.
Unter diesen Vorzeichen ging es also ebenfalls an einem Mittwoch ins ähnlich weit entfernte Heidenheim. Die zweite Runde im DFB-Pokal wird ausgespielt und statt einem Reisebus fuhr diesmal nur ein Bulli. Aus Vorfreude ist ein sorgenvoller Blick in die Zukunft geworden. Die Hoffnung auf einen positiven Ausgang der Partie war gering. Zu unterschiedlich waren die Formkurven der beiden Teams.
So ging es also gegen 10 Uhr in Richtung Süden. Mindestens 5 Stunden reine Fahrtzeit lagen vor uns. Genug Zeit, um die vergangenen Wochen und Spiele nochmals ausgiebig zu diskutieren.
Die erste Rast folgte nach ca. zwei Stunden, dann später eine ausgedehnte Mittagspause in Würzburg. Im Wirtshaus „Zum Wildschütz“ widmeten wir uns regionalen Köstlichkeiten und vergaßen dabei etwas die Zeit. So musste das letzte Stück unserer Reise im Eiltempo abgerissen werden.
In Heidenheim angekommen führte uns die Route durch den gesamten Ort bis an den Stadtrand. Das Stadion lag versteckt in einem Wald. Kurz vor Anpfiff betraten wir den Block, hingen unsere Fahne auf und unterhielten uns mit dem einen oder anderen Leidensgenossen, die sich wie wir selbst an einem Mittwochabend nichts schöneres als einen Stadionbesuch vorstellen konnten.
Das Spiel war die erwartete Magerkost. Der VfL ängstlich und mit vielen Fehler im Spielaufbau, aber mit vernünftiger Einstellung, Heidenheim mit engagierter Leistung ohne nötige Durchschlagskraft. So genügte das erste Tor von Mario Gomez zum Sieg und Weiterkommen, wobei gerade zum Ende des Spiels uns das Glück zur Seite stand. Egal, hauptsache weiter! Immerhin mehr als viele erwartet hatten.
Dann noch schnell ein Foto gemacht und zurück zum Auto. Wir blieben allerdings noch einige Zeit auf dem Parkplatz, aßen Brötchen und vertraten uns die Beine. Schließlich wartete eine lange Rückfahrt. Wir waren als Letzte angekommen und fuhren auch wieder zuletzt. Trotz der Wartezeit hatte sich der Verkehr noch nicht ganz aufgelöst und es ging nur sehr langsam aus Heidenheim heraus. Für den weiteren Verlauf der Reise ist das Wort langsam aber noch untertrieben. Nach einigen Kilometern auf der A7 kamen wir unerwartet in einen Stau. Nichts ging mehr. 90 Minuten Stillstand. Ausnahmsweise keine Beschreibung eines VfL-Spiels.
Zu allem Übel kam noch hinzu, dass unser Fahrer das Auto in einem Funkloch abgestellt hatte. Zumindest einer hatte dann doch mobiles Internet und wir konnten die Auslosung zur nächsten Runde im DFB-Pokal mitverfolgen. Das Ergebnis war dann aber sehr ernüchternd. Vielen Dank an Fabian Hambüchen, schlimmer hätte es nicht kommen können. Auswärts beim Titelverteidiger und Rekordmeister FC Bayern München. Schon im letzten Jahr war gegen diesen Gegner in der zweiten Runde Schluss. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt. Gerade in Anbetracht der derzeitigen Tabellensituation muss man sich ausschließlich auf die Bundesliga konzentrieren.
Nachdem der Stau überstanden war, verlief die Fahrt ereignislos und fand gegen 5 Uhr endlich ihren Abschluss.
Nach den zuletzt überwiegend negativen Ergebnissen bleibt uns nur die Hoffnung, dass sich der Wind wieder dreht und dem unerwarteten Absturz ein schneller Aufstieg folgt, sich die Stimmung im und um den Verein wieder aufhellt und wir gemeinsam in neue erfolgreichere Zeiten starten werden!
Meilen: 658 Saison gesamt: 3209Pokalheidenheim2016