Auswärtsspiel gegen den FC Everton

Auswärtsspiel gegen den FC Everton

In der Nacht vom 17.9 auf den 18.9 machten sich 8 halbwegs verrückte Gestalten auf den Weg Richtung Liverpool. Anders kann man uns wohl leider nicht bezeichnen, da dies doch eher eine wahnsinnige, aber dennoch kostengünstige Tour ist.
Pünktlich um 23:00 Uhr rollte der grün-weiße Partybulli im Schatten der grün leuchtenden Arena los. Ja, ihr lest richtig. Wir fahren (!!!) nach Liverpool und sammeln fleißig weitere Meilen. Das erste Ziel war dann auch zeitig geschafft, die deutsch-holländische Grenze passierten wir gegen 02.30 Uhr. Das erste Ausrufezeichen ist gesetzt, schließlich rieben wir uns alle verwundert die Augen. Wie schnell es doch ohne halbstündige Pinkelpausen gehen kann. An dieser Stelle möchte ich Grüße an einen unserer Meilenwölfe schicken 😉
Die besten Schlager dröhnten aus der Lautsprecheranlage unseres Bullis, denn so richtig schlafen konnte niemand. Die Aufregung war bei den meisten doch zu groß, schließlich ist dies das erste internationale Pflichtspiel nach knapp 5 jähriger Abstinenz. Ein absolutes Highlight. Und zum Glück hatte die Losfee teilweise an uns Fans gedacht, denn unser erster Gegner hieß Everton.

Kaum sind wir in Holland angekommen, hatte das Navi keine Lust mehr uns weiter zu geleiten. Die Gründe dafür darf sich nun jeder denken 😉
Nach 30 Minuten Sightseeing bei Nacht fragten wir uns schließlich durch und kamen letztlich wieder auf den richtigen Weg. Nach dem ersten Mal nachtanken, stellte Sören eindrucksvoll für uns alle fest, dass es sich nachts mit Licht besser fährt und er es doch lieber anmachen sollte, nachdem er einige Meter ohne fuhr. Danke für diese Erleuchtung. Komisch, dass sich das Navi dann ab der belgischen Grenze entschied uns wieder zu geleiten, ein Traum.
Überpünktlich um 06.30 erreichten wir Dünenkirchen. Dort angekommen wiesen uns die britischen Grenzpolizisten darauf hin, dass man in Liverpool alles klaut und wir auf unsere reifen aufpassen sollen. Außerdem drücken Sie uns die Daumen, dass wir gewinnen.
In der guten Stunde verbrachten wir die Zeit, unter anderem, mit Air Hockey spielen. Devin musste sich zwei Mal gnadenlos geschlagen geben, ein zu 0 war im Bereich des Möglichen. Gegen Sören und Jens hatte er keinen Hauch einer Chance.
Die restliche Fahrt verlief recht unspektakulär. Bravourös wurde der Bulli durch den linksfahrenden Verkehr manövriert, sodass wir die Stadionführung der Anfield Road noch erleben konnten, ein absolutes Highlight. Hoffentlich haben wir irgendwann das Glück dort spielen zu müssen. Den Weg kennen wir nun ja bereits bestens. Gegen 17 Uhr verzogen wir uns in den naheliegenden Pub der Liverpool Fans und stimmten uns feucht fröhlich auf das Spiel ein.
Auf das Spiel gehe ich an dieser Stelle nicht weiter ein. Everton war effektiv, Tim Howard hatte einen seiner besten Tage erwischt und unsere Wölfe ließen die Kaltschnäuzigkeit vermissen. Das Ergebnis fiel eindeutig zu hoch aus, aber wer fragt da noch in 2 Wochen nach. Mund abwischen, besser machen, denn Sonntag geht’s direkt weiter.
Nach dem Spiel machten wir uns zeitig auf dem Weg zurück zum Bulli, um dann schnellstmöglich den unangenehmen Weg nach Hause anzutreten. Erwähnenswertes hat es auf der Rückfahrt nicht wirklich gegeben. Außer, dass verständlicherweise um die Wette geschnarcht wurde. Den Sieger werde ich hier nicht küren. 😉
Das Wetter spielte uns die letzten 200 km in England übel mit. Starker Platzregen, Gewitter und Nebel mit teilweisen Sichtweiten unter 20 Meter. Trotzdem haben wir es irgendwie geschafft heile in Dover anzukommen. Um 9.00 Uhr sind wir in Nordfrankreich angekommen und erreichten nach zusätzlichen 3 Stunden Stau bei Hannover gegen 20:30 Uhr Wolfsburg.
Eine Reise für die Ewigkeit. Bis auf das Ergebnis hat es sich allerdings gelohnt und wir würden es jederzeit wieder tun 😉
Mit über 2600 Kilometern, durch 4 Länder innerhalb 41 Stunden haben wir letztendlich eine denkwürdige Reise beendet.

* Abgerissene Meilen: 1600 Meilen Saison gesamt: 3500